Wintersport

Nun haben wir den ersten Monat im neuen Jahr schon so gut wie geschafft. Und das bedeutet auch, dass ich seit fast einem Monat ein Foto rumliegen habe, das mir der Chef von unseren Wintersportlerinnen geschickt hat.

Paddlerinnen

Tatsächlich gibt es sogar drei fleißige Paddlerinnen, die, natürlich ordentlich nach Haushalten getrennt, mit ihren Booten zur Zeit noch aufs Wasser gehen. Heute aber nicht. Da der oberste Zentimeter der Havel in unserem Hafen aus besonders hartem Wasser bestand, war ans Ab- und Loslegen nicht zu denken. Und der Chef zeigte sich unsportlich ;-) und wollte sich nicht als Eisbrecher zur Verfügung stellen. Bleibt zum Frohstimmen nur ein Blick in die Vergangenheit: In den letzten sieben Jahren bildete sich keine Eisdecke, auf der man hätte Schlittschuh laufen können/wollen.

ungewohnte Nähe

Während wir an diesem Wochenende auf Kehraus, Eisbein, Schnitzel, Kassler und Flaggeneinholen (ist schon klammheimlich erledigt) verzichten müssen, haben sich auf unserer Wiese – tschuldigung – auf unserem Rasen dicht an dicht neue Bewohner zusammengefunden.

Wiesenbewohner
Wiesenbewohner

Ich kenne mich mit den Sorten nicht so aus, aber ist das vielleicht der Gemeine Eindringling?

Auf jeden Fall darf man hier wohl vermuten, dass es sich um einen Haushalt oder eine Familie handelt. So geht diese Zusammenrottung wohl in Ordnung. Also keine illegalen Vorkommnisse in der WSA.

Püppis Taufe

Püppis Taufe

Es fällt schon auf, wenn unser feierfreudiges Sozialgefüge nicht so darf wie es gerne würde. Keinen einzigen offziellen Termin gab es dieses Jahr auf dem Gelände der WSA. Da fehlt dann doch was. Auch wenn es dem Wohl Aller dient.
Die schwierige Aufgabe für diesen ersten und nun auch schon wieder weit zurückliegenden Termin: Bootstaufe unter Coronabedingungen. Wir mussten für die Taufe also ersteinmal aufs Hygienekonzept eingegroovt werden. Zwei zusätzliche Hygienestationen, Listen etc. Nichts, das man nicht mal schnell über sich ergehen lassen kann.

Püppis Taufe

Weiter ging es dann ganz traditionell. Oder eben nicht. Volker führte traditionell in seiner Rede auf, was man denn traditionell bräuchte oder besser bleiben zu lassen hätte. Und es ist jedesmal wieder erstaunlich, unter welch geringem Sicherheitsstandard Bootstaufen durchgeführt werden, wo es doch um soviel Aberglauben geht. Wenigstens hatten es keine Hasen aufs Gelände geschafft.
Und natürlich gab’s auch was über die Bedeutung von PÜPPI zu lernen.

Püppis Taufe

Und auch wenn man überall böse Zeichen sehen hätte können, lief die Taufe reibungslos durch.

Püppis Taufe

Gleich im Anschluss gab es die Verköstigung der Gäste. Soweit ich mich erinnere waren es wohl fünf verschiedene Menüs, die man sich aus Pommes, Currywurst und Sauce/Mayonnaise zusammenstellen konnte. Und es war sehr lecker.
Währenddessen wartete der handgeflochtene Kranz abge…fahren zu werden. Und auch das wurde dann noch pflichtbewusst erledigt.

Püppis Taufe

Was wir aber auch nicht vergessen wollen, ist das Anstoßen auf die Baloo4, die während härterer Coronaauflagen notgetauft wurde, und nun mit Glas in der Hand aufgenommen ist.

Püppis Taufe

Dank reichlich Platz und gutem Wetter gab es keine Not irgendwelche Abstände nicht einhalten zu können. Und selbst für den Getränkenachschub war draußen gesorgt, da uns Karsten (vermutlich nicht allein; der Dank geht an alle!) noch eben eine Bar zusammengezimmert hat.

Püppis Taufe

Es war also rundum gelungen. Und auch wenn die abendliche Kühle sich mit der Feuerschale nicht großflächig vertreiben ließ, wurde bis spät in den Abend gefeiert. Nicht wie sonst, aber man macht’s sich so schön es eben geht. Vielen Dank für diese Feier!

WSA macht Unfug: Mastbewuchs

Auch bei der täglichen Bewegung an der frischen Luft bekommt man hin und wieder Boote zu sehen. Und bei diesem können wir gleich noch etwas dazulernen.

Jeder hat schon mal einen Baumstumpf oder sogar eine Dalbe gesehen, aus der aufeinmal wieder frische Triebe sprießen. Und Holzmasten sind da nicht weniger anfällig für. Zumindest im Binnenbereich.
Deshalb wandt man sich irgenwann von dem Werkstoff Holz ab und fertigte Masten fortan aus Metall. Nützt aber nichts:

Mastbewuchs

Vielleicht klappt’s ja in Zukunft mit den Kohlefasermasten.

Bomben im Meer

Am Wochenende noch nichts vor?
Ich hab letztes Jahr im Fernsehen eine recht interessante Dokumentation gesehen, die ich immer mal verlinken wollte. Natürlich hab ich es immer wieder aufgeschoben und letztendlich auch vergessen. Aber in Zeiten, in denen es unpopulär ist, sich am Wochenende einfach mal im Park zu fremden Leuten auf den Schoss zu setzen, fällt einem sowas wieder ein.

1,6 Mio. Tonnen Munition (das soll einem Güterzug von 3000 km Länge entsprechen) schlummer (oder besser: lauern) unter den Wellen von Nord- und Ostsee. Nach dem Zweiten Weltkrieg einfach mal so verklappt und zur tickenden Bombe gemacht. Sei es an Ort und Stelle oder angespült am Strand. Ich fand es sehenswert. Und bis zum 03.06.2020 läßt es sich in der Mediathek noch anschauen.

https://www.ardmediathek.de/daserste/player/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3JlcG9ydGFnZSBfIGRva3VtZW50YXRpb24gaW0gZXJzdGVuL2E1YTJkYzIzLTM1ZWYtNGQyMi1hM2Y0LTkxMzExOTQxMmVlYQ/die-story-im-ersten–bomben-im-meer

Hintergrundrauschen

Man kann sich zuhause mit allerlei Geräuschen berieseln lassen, die das Wohlbefinden steigern sollen. Es gibt Aufnahmen von Kaminfeuern, Walgesängen, Vogelgezwitscher, Waldesrauschen und wer-weiss-was-noch-allem. Eine Aufnahme, zu der ich hier verlinke, ist zwar nur 12 Sekunden lang, aber dafür mit Bild, und sie läßt wehmütig Erinnerungen an Tage auf der Havel mit ihren vielfältigen Wassersportlern aufkommen.

https://www.ndr.de/fernsehen/Sibel-Kekilli-im-NDR-Spot-von-Detlev-Buck,ident368.html

Frohe Ostern!

Frohe Ostern!

Dieses Jahr ist zwar alles so dermaßen anders, dass uns auffällt, dass es anders ist, aber uns zeichnet doch auch Flexibilität aus.
Also feiern wir Ostern dieses Jahr im Kleinen und erinnern uns, dass zu dieser Zeit vor unserer Taverne die Forsythien blühen und mit Eiern geschmückt sind.
Und wenn am Ende alles wieder gut und fast vergessen ist, können wir unseren Enkeln und Urenkeln dereinst erzählen: „Im Jahr 2020 konnten wir als Menschheit beweisen, dass wir zusammenwirken und umsichtig handeln können, dass wir all unser Wissen und unsere Technik auch nutzen können, um Gutes tun und Schlechtes abwenden zu können. Und dafür blieb in der WSA am Ostermontag sogar der Zapfhahn trocken .“

Frohe Ostern!

WSA macht Unfug: das Ende der Welt

Früher hatten die Seefahrer Angst, sie könnten, wenn sie immer weiter Richtung Horizont führen (fuhren? fahren würden), vom Rand der Welt fallen. In unserer heutigen Zivilisation ist das aber nicht mehr möglich. Man fährt und fährt und fährt, irgendwann wird alles ein bisschen enger und letztlich steht man am Ende der Welt, dass selbstverständlich ordentlich mit einer 24 m hohen Mauer gesichert ist.

Ende der Welt

Endlich frei?

Kein Schleifen, kein Abkleben, kein Streichen, kein Putzen, Wachsen und Polieren. Kein Schleppen, Kranen, Ziehen, Zotteln. Kein Prüfen, Messen, Suchen, Neubesorgen. Kein Wechseln, Starten, Ärgern, Starten, Rätseln, Auseinanderbauen. Kein Wuchten, Stellen, Riggen, Takeln, Nähen. Kein Warten… auf das passende Wetter.
Das nehmen wir sonst alles in Kauf für ein bisschen fröhliches Segeln?

Freude

Ja! Weil’s schöner ist, als es klingt und aussieht!