Es ist angesegelt

Oh, was haben wir denn dieses Jahr schon alles geschafft…

Es wurde angepaddelt.

der Treffpunkt genau vor unserem Verein

Von uns war allerdings keiner dabei. Ich wäre ja gerne, hatte aber keine Lust. Es war echt kalt und windig.
Ganz anders übrigens beim Ansegeln. Da war es nicht so windig. Und so kamen wir bis 12 Uhr zwar in sichtweite des Flaggenhissens beim SCO, aber nicht in Hörweite. Egal, sagte Christoph, man hat wohl auch dort nichts von der Rede verstanden. Aber immerhin haben wir ein Bild.

alle schauen zum SCO

Und während wir nach der Runde über den Tegeler See noch zurück dümpelten, wurden zu Hause schon lecker Kasseler Brötchen verteilt. Aber für uns gab’s auch noch was. Und der Appetit war so groß, dass es davon kein Foto gibt. Andererseits braucht’s davon vielleicht auch kein Foto. Ein Kasseler Brötchen ist genau das: ein Kasseler Brötchen.

Ein bisschen komplizierter dieses Jahr war, dass dieses Ansegeln und Flaggenhissen nicht unser „Heisst Flaggen und Stander!“ war. Das war dann eine Woche später. Und hat, ganz unkompliziert, auch geklappt. Nur statt Kasseler Brötchen gab’s Würstchen.

die Flaggen auf dem Weg nach oben

Noch eine Woche später war dann das Anfahren der Motorboote. Und eigentlich wollte ich auch hier vorm Verein lauern und auch von deren Parade ein Foto machen. Das war mir dann aber nicht gegeben, weil ich arbeiten war. Stellt Euch also eine ziemlich lange, schnurgerade Linie von teils geschmückten Motorbooten vor. So sah das jedenfalls in der Vergangheit aus, wenn ich es miterlebt habe.

Und dann war da noch der Gemeinschaftsarbeitsdienst. Da hätte ich nun aber wirklich weniger arbeiten und mehr fotografieren können. Hab ich aber nicht…

Ansegeln (sonst nix)

Ich denke, bei uns haben es ohnehin alle verstanden, aber alle von uns, die noch kein Kassler-Brötchen geordert haben, seien nochmal extra darauf hingewiesen: Beim Ansegeln wird nur gesegelt. Beim SCO werden nur Flaggen und Stander gehisst. Niemand ist dorthin eingeladen oder wird erwartet. Es gibt dort nichts zu essen und nichts zu trinken. Wie genau es funktioniert könnt Ihr lesen, wenn Ihr dem Link in der Seitenleiste folgt.

Alles klar? Das alles nur, weil man sich beim SCO Sorgen macht, überrannt zu werden. Man kann also ansegeln, vom Wasser aus beim Hissen der Flaggen beim SCO zukucken, und wir machen es uns dann bei uns gemütlich. Auch ohne Fremde.

Das fehlte noch

Es gibt in letzter Zeit und gab im letzten Jahr wohl wenig Anlass zum Jubeln. Nichtsdestotrotz haben wir uns nicht unterkriegen lassen und haben insbesondere dem Rest des Jahres ins Antlitz gelacht und gezeigt, dass wir noch da sind.

Die Kehrausregatta haben wir sicher, gemeinsam und Seite an Seite verbracht. Segler und Motorboote. Der Sportwart hatte sich für ausgewogene Verhältnisse eine Fotosafari erdacht. Viele Themen. Und zu jedem musste ein Foto gemacht werden. So konnten die „Betuchten“ ihrem Sport nachgehen und nebenher mal in die Gegend fotografieren, und die Motorbootbesatzungen mussten nicht lahmarschig hinterher trödeln, sondern konnten mit kreativem Einsatz die vorderen Plätze des Wettbewerbs erarbeiten. Und hinterher wurde gut gegessen und sich amüsiert. War toll!

Vor dem nächsten Amüsement musste dann aber noch gearbeitet werden. Und auch wenn es wohl Rückschläge bei den Arbeiten am Steg gab, wurde gut geschafft. Da war das Laubharken dann auch nur noch eine Kleinigkeit in unserem Kalender. Erledigt.

Und Weihnachten? Hatten wir ja ohnehin schon nach draußen verlegt. Und mir hat’s gut gefallen. Der Weihnachtsmarkt war eine super Idee. Stollen, Kekse, Glühwein, gebrannte Mandeln und Bratwurst waren das Highlight im Dezember. Dass wir dazu wirklich widerliches Wetter hatten, hat nicht gereicht um die Stimmung zu verhageln.

Vielen Dank, dass das Vereinsjahr mit positiven (man entschuldige die Wortwahl) Eindrücken zu Ende ging! Hoffen wir nun auf und arbeiten wir an einer guten Saison 2022.

7. interne Wettfahrt

der Schmetterling

Man könnte es positiv formulieren und festhalten, dass wir dieses Jahr – im Gegensatz zum letzten – überhaupt wieder interne Regatten gesegelt sind. In Wahrheit muss man aber einfach mal sehen, dass die letzten drei Regatten hauptsächlich deswegen ausgefallen sind, weil wenigstens einer der drei „üblichen Verdächtigen“ verhindert war, und so die Mindestzahl zu startender Boote nicht erreicht wurde. Drei! Falls es jemand nicht weiß. Wenn ich im Kopf grob überschlage komme ich auf immerhin noch zehn gestellte Masten in unserem Hafen.

die Heckansicht

Das bringt mich dann auf meinen „Teufelskerl des Tages“. Er hat kein Boot. Ich habe ihn bis jetzt nur selten selber segeln sehen. Er ist über 14 Jahre alt. Er hat sich ohne zu zögern einen Optimist aufgeriggt. Er hat nicht nur die erste Runde um den Briefkasten hinter sich gebracht, sondern auch noch seine zweite in stiller Flaute und mit aller Geduld zu Ende gesegelt. Er hat heute das dritte Boot für unsere Interne besetzt und diese damit erst möglich gemacht. Und hätte er nicht eine Stunde in der Flaute gestanden, wäre er mit seinem Yardstick von 173 ganz vorne gewesen: unser Sportwart!

der Teufelskerl

11:45 Uhr. Die Druckluft-Tröte schallt über die Havel. Wir haben einen unserer berühmten Vorm-Wind-Starts. Prima für ein dichtes Feld. JUICED, FORTUNE und HANNE kommen alle zusammen weg und bleiben auch erstmal zusammen. HANNE hat’s natürlich am schwersten, weil man mit 3,5 qm Segel zwar schnell in den (Wind-)Schatten gestellt ist, aber selbst nur wenig Schatten zu spenden hat. JUICED und FORTUNE schenken sich nichts. Die leichte Schnellstarterin hat vorm Wind so ihre Probleme, und die dicke Lokomotive fährt auch in Windlöchern ohne Geschwindigkeitseinbuße einfach weiter. So kommen tatsächlich beide zusammen am Briefkasten an. FORTUNE kann zuerst runden, wärend JUICED gleich innen durchstößt. Die Kreuz entscheidet die JUICED für sich, bleibt dann aber in der Abdeckung vorm Verein stehen. Die FORTUNE kann auf Schienen wieder heraneilen und die Schlacht um den Wind beginnt von vorn. Diesmal hat die JUICED am Briefkasten die Nase vorn, der FORTUNE gelingt es nicht, sich Innen durchzudrängeln, und da ihr auf dieser Kreuz keine Störmanöver gelingen, ersegelt sich die JUICED die Line Of Honor und kommt anderthalb Minuten vor der Fortune ins Ziel. Ein klein bisschen früher beginnt HANNE übrigens erst die zweite Runde und kommt dann viel später aber erhobenen Hauptes ins Ziel.

der Kampf um den Wind

Diesmal brachte die Yardstickrechnerei dann auch ein verändertes Ergebnis hervor. FORTUNE vor JUICED und HANNE.

der Heimkehrer

Hat richtig viel Spaß gemacht! Axel wurde nebenbei noch zum Zeitnehmer fortgebildet. Bier, Cola, Schorle haben prima geschmeckt und nur die gegrillten Würstchen haben gefehlt. Vielleicht wird das ja wieder was, wenn die internen Regatten kein Nischendasein mehr fristen müssen und auch bei den Nicht-Teilnehmenden ein Grund zum Kommen sind.

der Optimist

3. interne Wettfahrt

Dritte Wettfahrt, drei Boote, drei Runden um den Briefkasten, 3 Beaufort, 3 Freigetränke für alle Starter…halt, halt, halt!

unser Wettkampfbüro

Okay, dritte Wettfahrt stimmt. Und es waren auch drei Boote startbereit. Der Plan waren – natürlich ;-) – drei Runden um den Briefkasten. Beim Wind hörte es dann allerdings auf. Beziehungsweise: Es fing gerade erst an.
Trotzdem war pünktlich um 11 Uhr Start. Die Startline war lang genug für uns drei, und eigentlich waren wir auch alle nicht weit entfernt beim Anschuss. Los ging’s! Zumindest bei JUICED und RIH. Die FORTUNE war wohl ein bisschen weiter ab vom Wind und kam nicht so schnell in Fahrt. Naja, „in Fahrt“ ist sowieso übertrieben. Bis ums Eck waren die Boote von Yardstick 104 – 112 alle noch in Wurfweite. Jeder suchte seinen Wind. Keiner hatte die Segel stehen wie der andere. Und FORTUNE blieb weiter zurück.
Als sich unser Regattafeld dann mit dem des SCS durchmischte, schien sich aber alles wieder zusammenzuschieben. Die hatten ihre Wendemarke an der Durchfahrt Scharfenberg/Baumwerder und wir mussten halt zum Briefkasten. Es standen (der Begriff passt) sich also alle im Weg. Alle tricksten sich da durch, und der Ziehharmonika-Effekt machte die Hoffnung der FORTUNE, wieder ein bisschen herangekommen zu sein, zunichte.
JUICED war zuerst an der Wendemarke, die RIH kam danach und FORTUNE folgte. Auf der Kreuz „flog“ die JUICED dann davon. Zwar konnte man auch von ganz hinten noch ihren Zieleinlauf (nach einer quälenden Runde war nämlich schon Schluß) sehen, aber wie sie da so schnell hingekommen war, konnte ich nicht verfolgen. Die RIH fuhr mit Abstand als zweites über die Linie und als Schlusslicht ebenfalls mit Abstand dann die FORTUNE.
Einzig überraschend war, dass es nach der Berechnung zwischen RIH und FORTUNE knapper war als gedacht. Trotzdem: kein Steven-an-Steven-Rennen und die RIH blieb locker auf dem zweiten Platz.

Immernoch kommt uns natürlich unsere „Haushaltsreinheit“ zugute, wenn wir die Regattateams bilden, aber wir sehnen uns natürlich einen Impffortschritt und ein Infektionsgeschehen herbei, das uns unseren Sport wieder unbeschwert und mit anschließendem Grillen ermöglicht.

Die 4. interne Wettfahrt ist am 23.06.

1. interne Wettfahrt

Nach einer komplett ausgefallenen Meisterschaft im letzten Jahr, bangten und hofften wir, dass es in dieser Saison weitergehen kann. Und tatsächlich wurde die erste interne Wettfahrt in 2021 nicht abgesagt.

erste Interne
Vor dem Sport kommt der Test.

Früh am Morgen begrüßte uns der Sportwart gut gelaunt mit freiwilligen Selbsttests und 20 Minuten später waren alle Athleten negativ getestet. Und das obwohl wir ohnehin streng nach Haushalten getrennt an den Start gingen. Auch die Steuermannsbesprechung war am Abend vorher schon per E-Mail erledigt worden.

Der Start war kurzfristig um 15 Minuten verschoben worden. Das Wetter machte ja keinen besonderen Eindruck, aber mit verstreichender Zeit stieg eben auch das Regenrisiko. Also ab auf die Boote, alles fertig machen und zur Startlinie gesegelt.

erste Interne
Regattadebut

Hier gab es dann auch die meiste Action. Nicht dass die drei Boote sich gegenseitig beharkt hätten, aber offenbar fielen die letzten fünf Minuten vor dem Startsignal genau in die Rushhour. Zwei Schuber bahnten sich den Weg durchs Starterfeld. Aber damit war die Aufregung dann eigentlich auch schon vorbei. Die Crew der WALTZING MATILDA war von den Schubern am meisten gestört, hatte dadurch einen schlechten Start und segelte gleich mit Abstand hinterher. Die JUICED fuhr vorneweg und auch mit viel Fantasie war nach zwei Minuten schon klar, dass die FORTUNE kein spannendes Rennen daraus würde machen können. So fuhr jeder nur gegen sich selbst, und die Zieleinläufe nach Bahnverkürzung lagen soweit auseinander, dass man kein Yardstick-Genie sein musste, um auch gleich die errechnete Reihenfolge vor sich zu haben: JUICED gewinnt vor FORTUNE und WALTZING MATILDA.

erste Interne
immer nur von hinten zu sehen

Am Ende gab’s natürlich kein Essen und kein Trinken. Aber so bleibt Luft nach oben, und wir können uns für die Zukunft mehr Beteiligung wünschen und später Lockerungen mit Grillen erhoffen.

das Ergebnis in Zahlen

Wintersport

Nun haben wir den ersten Monat im neuen Jahr schon so gut wie geschafft. Und das bedeutet auch, dass ich seit fast einem Monat ein Foto rumliegen habe, das mir der Chef von unseren Wintersportlerinnen geschickt hat.

Paddlerinnen

Tatsächlich gibt es sogar drei fleißige Paddlerinnen, die, natürlich ordentlich nach Haushalten getrennt, mit ihren Booten zur Zeit noch aufs Wasser gehen. Heute aber nicht. Da der oberste Zentimeter der Havel in unserem Hafen aus besonders hartem Wasser bestand, war ans Ab- und Loslegen nicht zu denken. Und der Chef zeigte sich unsportlich ;-) und wollte sich nicht als Eisbrecher zur Verfügung stellen. Bleibt zum Frohstimmen nur ein Blick in die Vergangenheit: In den letzten sieben Jahren bildete sich keine Eisdecke, auf der man hätte Schlittschuh laufen können/wollen.