Beim Lesen klingt’s weniger schlimm, weil’s offenbar hauptsächlich ums Ufer geht. Und wir wollen ja mittendrin sein. Trotzdem: Lesen, merken, weitersagen!
Nach einer komplett ausgefallenen Meisterschaft im letzten Jahr, bangten und hofften wir, dass es in dieser Saison weitergehen kann. Und tatsächlich wurde die erste interne Wettfahrt in 2021 nicht abgesagt.
Vor dem Sport kommt der Test.
Früh am Morgen begrüßte uns der Sportwart gut gelaunt mit freiwilligen Selbsttests und 20 Minuten später waren alle Athleten negativ getestet. Und das obwohl wir ohnehin streng nach Haushalten getrennt an den Start gingen. Auch die Steuermannsbesprechung war am Abend vorher schon per E-Mail erledigt worden.
Der Start war kurzfristig um 15 Minuten verschoben worden. Das Wetter machte ja keinen besonderen Eindruck, aber mit verstreichender Zeit stieg eben auch das Regenrisiko. Also ab auf die Boote, alles fertig machen und zur Startlinie gesegelt.
Regattadebut
Hier gab es dann auch die meiste Action. Nicht dass die drei Boote sich gegenseitig beharkt hätten, aber offenbar fielen die letzten fünf Minuten vor dem Startsignal genau in die Rushhour. Zwei Schuber bahnten sich den Weg durchs Starterfeld. Aber damit war die Aufregung dann eigentlich auch schon vorbei. Die Crew der WALTZING MATILDA war von den Schubern am meisten gestört, hatte dadurch einen schlechten Start und segelte gleich mit Abstand hinterher. Die JUICED fuhr vorneweg und auch mit viel Fantasie war nach zwei Minuten schon klar, dass die FORTUNE kein spannendes Rennen daraus würde machen können. So fuhr jeder nur gegen sich selbst, und die Zieleinläufe nach Bahnverkürzung lagen soweit auseinander, dass man kein Yardstick-Genie sein musste, um auch gleich die errechnete Reihenfolge vor sich zu haben: JUICED gewinnt vor FORTUNE und WALTZING MATILDA.
immer nur von hinten zu sehen
Am Ende gab’s natürlich kein Essen und kein Trinken. Aber so bleibt Luft nach oben, und wir können uns für die Zukunft mehr Beteiligung wünschen und später Lockerungen mit Grillen erhoffen.
Nun haben wir den ersten Monat im neuen Jahr schon so gut wie geschafft. Und das bedeutet auch, dass ich seit fast einem Monat ein Foto rumliegen habe, das mir der Chef von unseren Wintersportlerinnen geschickt hat.
Tatsächlich gibt es sogar drei fleißige Paddlerinnen, die, natürlich ordentlich nach Haushalten getrennt, mit ihren Booten zur Zeit noch aufs Wasser gehen. Heute aber nicht. Da der oberste Zentimeter der Havel in unserem Hafen aus besonders hartem Wasser bestand, war ans Ab- und Loslegen nicht zu denken. Und der Chef zeigte sich unsportlich ;-) und wollte sich nicht als Eisbrecher zur Verfügung stellen. Bleibt zum Frohstimmen nur ein Blick in die Vergangenheit: In den letzten sieben Jahren bildete sich keine Eisdecke, auf der man hätte Schlittschuh laufen können/wollen.