7. interne Wettfahrt

der Schmetterling

Man könnte es positiv formulieren und festhalten, dass wir dieses Jahr – im Gegensatz zum letzten – überhaupt wieder interne Regatten gesegelt sind. In Wahrheit muss man aber einfach mal sehen, dass die letzten drei Regatten hauptsächlich deswegen ausgefallen sind, weil wenigstens einer der drei „üblichen Verdächtigen“ verhindert war, und so die Mindestzahl zu startender Boote nicht erreicht wurde. Drei! Falls es jemand nicht weiß. Wenn ich im Kopf grob überschlage komme ich auf immerhin noch zehn gestellte Masten in unserem Hafen.

die Heckansicht

Das bringt mich dann auf meinen „Teufelskerl des Tages“. Er hat kein Boot. Ich habe ihn bis jetzt nur selten selber segeln sehen. Er ist über 14 Jahre alt. Er hat sich ohne zu zögern einen Optimist aufgeriggt. Er hat nicht nur die erste Runde um den Briefkasten hinter sich gebracht, sondern auch noch seine zweite in stiller Flaute und mit aller Geduld zu Ende gesegelt. Er hat heute das dritte Boot für unsere Interne besetzt und diese damit erst möglich gemacht. Und hätte er nicht eine Stunde in der Flaute gestanden, wäre er mit seinem Yardstick von 173 ganz vorne gewesen: unser Sportwart!

der Teufelskerl

11:45 Uhr. Die Druckluft-Tröte schallt über die Havel. Wir haben einen unserer berühmten Vorm-Wind-Starts. Prima für ein dichtes Feld. JUICED, FORTUNE und HANNE kommen alle zusammen weg und bleiben auch erstmal zusammen. HANNE hat’s natürlich am schwersten, weil man mit 3,5 qm Segel zwar schnell in den (Wind-)Schatten gestellt ist, aber selbst nur wenig Schatten zu spenden hat. JUICED und FORTUNE schenken sich nichts. Die leichte Schnellstarterin hat vorm Wind so ihre Probleme, und die dicke Lokomotive fährt auch in Windlöchern ohne Geschwindigkeitseinbuße einfach weiter. So kommen tatsächlich beide zusammen am Briefkasten an. FORTUNE kann zuerst runden, wärend JUICED gleich innen durchstößt. Die Kreuz entscheidet die JUICED für sich, bleibt dann aber in der Abdeckung vorm Verein stehen. Die FORTUNE kann auf Schienen wieder heraneilen und die Schlacht um den Wind beginnt von vorn. Diesmal hat die JUICED am Briefkasten die Nase vorn, der FORTUNE gelingt es nicht, sich Innen durchzudrängeln, und da ihr auf dieser Kreuz keine Störmanöver gelingen, ersegelt sich die JUICED die Line Of Honor und kommt anderthalb Minuten vor der Fortune ins Ziel. Ein klein bisschen früher beginnt HANNE übrigens erst die zweite Runde und kommt dann viel später aber erhobenen Hauptes ins Ziel.

der Kampf um den Wind

Diesmal brachte die Yardstickrechnerei dann auch ein verändertes Ergebnis hervor. FORTUNE vor JUICED und HANNE.

der Heimkehrer

Hat richtig viel Spaß gemacht! Axel wurde nebenbei noch zum Zeitnehmer fortgebildet. Bier, Cola, Schorle haben prima geschmeckt und nur die gegrillten Würstchen haben gefehlt. Vielleicht wird das ja wieder was, wenn die internen Regatten kein Nischendasein mehr fristen müssen und auch bei den Nicht-Teilnehmenden ein Grund zum Kommen sind.

der Optimist

3. interne Wettfahrt

Dritte Wettfahrt, drei Boote, drei Runden um den Briefkasten, 3 Beaufort, 3 Freigetränke für alle Starter…halt, halt, halt!

unser Wettkampfbüro

Okay, dritte Wettfahrt stimmt. Und es waren auch drei Boote startbereit. Der Plan waren – natürlich ;-) – drei Runden um den Briefkasten. Beim Wind hörte es dann allerdings auf. Beziehungsweise: Es fing gerade erst an.
Trotzdem war pünktlich um 11 Uhr Start. Die Startline war lang genug für uns drei, und eigentlich waren wir auch alle nicht weit entfernt beim Anschuss. Los ging’s! Zumindest bei JUICED und RIH. Die FORTUNE war wohl ein bisschen weiter ab vom Wind und kam nicht so schnell in Fahrt. Naja, „in Fahrt“ ist sowieso übertrieben. Bis ums Eck waren die Boote von Yardstick 104 – 112 alle noch in Wurfweite. Jeder suchte seinen Wind. Keiner hatte die Segel stehen wie der andere. Und FORTUNE blieb weiter zurück.
Als sich unser Regattafeld dann mit dem des SCS durchmischte, schien sich aber alles wieder zusammenzuschieben. Die hatten ihre Wendemarke an der Durchfahrt Scharfenberg/Baumwerder und wir mussten halt zum Briefkasten. Es standen (der Begriff passt) sich also alle im Weg. Alle tricksten sich da durch, und der Ziehharmonika-Effekt machte die Hoffnung der FORTUNE, wieder ein bisschen herangekommen zu sein, zunichte.
JUICED war zuerst an der Wendemarke, die RIH kam danach und FORTUNE folgte. Auf der Kreuz „flog“ die JUICED dann davon. Zwar konnte man auch von ganz hinten noch ihren Zieleinlauf (nach einer quälenden Runde war nämlich schon Schluß) sehen, aber wie sie da so schnell hingekommen war, konnte ich nicht verfolgen. Die RIH fuhr mit Abstand als zweites über die Linie und als Schlusslicht ebenfalls mit Abstand dann die FORTUNE.
Einzig überraschend war, dass es nach der Berechnung zwischen RIH und FORTUNE knapper war als gedacht. Trotzdem: kein Steven-an-Steven-Rennen und die RIH blieb locker auf dem zweiten Platz.

Immernoch kommt uns natürlich unsere „Haushaltsreinheit“ zugute, wenn wir die Regattateams bilden, aber wir sehnen uns natürlich einen Impffortschritt und ein Infektionsgeschehen herbei, das uns unseren Sport wieder unbeschwert und mit anschließendem Grillen ermöglicht.

Die 4. interne Wettfahrt ist am 23.06.