So ein Boot zu haben ist schon etwas Besonderes. Schon der Weg dahin. Was will ich? Was brauch ich? Was gibt der Markt her? Dann sucht man. Sucht aus. Entscheidet sich. Alles wir aufgehübscht, geputzt und poliert. Dann kommen noch die Fragen nach Veränderungen, Verbesserungen, Modernisierung. Und am Ende sitzt man glücklich auf seinem Boot und hat ein Boot. Und nun können noch Romantik und Aberglauben an Bord kommen. Außerdem wird der Wunsch von Freunden und Kameraden nach Party befriedigt. Im Geiste der Tradition wird mit Hilfe eines Rituals ein Mythos geschaffen. Dem Ding wird ein Name gegeben. Und die anschließende Feier wird allen Teilnehmenden in Erinnerung bleiben.
Oh, was haben wir denn dieses Jahr schon alles geschafft…
Es wurde angepaddelt.
der Treffpunkt genau vor unserem Verein
Von uns war allerdings keiner dabei. Ich wäre ja gerne, hatte aber keine Lust. Es war echt kalt und windig. Ganz anders übrigens beim Ansegeln. Da war es nicht so windig. Und so kamen wir bis 12 Uhr zwar in sichtweite des Flaggenhissens beim SCO, aber nicht in Hörweite. Egal, sagte Christoph, man hat wohl auch dort nichts von der Rede verstanden. Aber immerhin haben wir ein Bild.
alle schauen zum SCO
Und während wir nach der Runde über den Tegeler See noch zurück dümpelten, wurden zu Hause schon lecker Kasseler Brötchen verteilt. Aber für uns gab’s auch noch was. Und der Appetit war so groß, dass es davon kein Foto gibt. Andererseits braucht’s davon vielleicht auch kein Foto. Ein Kasseler Brötchen ist genau das: ein Kasseler Brötchen.
Ein bisschen komplizierter dieses Jahr war, dass dieses Ansegeln und Flaggenhissen nicht unser „Heisst Flaggen und Stander!“ war. Das war dann eine Woche später. Und hat, ganz unkompliziert, auch geklappt. Nur statt Kasseler Brötchen gab’s Würstchen.
die Flaggen auf dem Weg nach oben
Noch eine Woche später war dann das Anfahren der Motorboote. Und eigentlich wollte ich auch hier vorm Verein lauern und auch von deren Parade ein Foto machen. Das war mir dann aber nicht gegeben, weil ich arbeiten war. Stellt Euch also eine ziemlich lange, schnurgerade Linie von teils geschmückten Motorbooten vor. So sah das jedenfalls in der Vergangheit aus, wenn ich es miterlebt habe.
Und dann war da noch der Gemeinschaftsarbeitsdienst. Da hätte ich nun aber wirklich weniger arbeiten und mehr fotografieren können. Hab ich aber nicht…
Es gibt in letzter Zeit und gab im letzten Jahr wohl wenig Anlass zum Jubeln. Nichtsdestotrotz haben wir uns nicht unterkriegen lassen und haben insbesondere dem Rest des Jahres ins Antlitz gelacht und gezeigt, dass wir noch da sind.
Die Kehrausregatta haben wir sicher, gemeinsam und Seite an Seite verbracht. Segler und Motorboote. Der Sportwart hatte sich für ausgewogene Verhältnisse eine Fotosafari erdacht. Viele Themen. Und zu jedem musste ein Foto gemacht werden. So konnten die „Betuchten“ ihrem Sport nachgehen und nebenher mal in die Gegend fotografieren, und die Motorbootbesatzungen mussten nicht lahmarschig hinterher trödeln, sondern konnten mit kreativem Einsatz die vorderen Plätze des Wettbewerbs erarbeiten. Und hinterher wurde gut gegessen und sich amüsiert. War toll!
Vor dem nächsten Amüsement musste dann aber noch gearbeitet werden. Und auch wenn es wohl Rückschläge bei den Arbeiten am Steg gab, wurde gut geschafft. Da war das Laubharken dann auch nur noch eine Kleinigkeit in unserem Kalender. Erledigt.
Und Weihnachten? Hatten wir ja ohnehin schon nach draußen verlegt. Und mir hat’s gut gefallen. Der Weihnachtsmarkt war eine super Idee. Stollen, Kekse, Glühwein, gebrannte Mandeln und Bratwurst waren das Highlight im Dezember. Dass wir dazu wirklich widerliches Wetter hatten, hat nicht gereicht um die Stimmung zu verhageln.
Vielen Dank, dass das Vereinsjahr mit positiven (man entschuldige die Wortwahl) Eindrücken zu Ende ging! Hoffen wir nun auf und arbeiten wir an einer guten Saison 2022.