Archiv der Kategorie: Vereinsleben

Kehraus

Nachdem es die ganze Woche geregnet hatte, war das Wetter am Samstag zwar immer noch nicht in sonniger Stimmung, aber für unsere Kehraus zumindest zu einem Kompromiss bereit: keine Sonne, kein Wind dafür aber auch kein Regen mehr.
Klar, dass sich so nicht viele Segler aufs Wasser locken lassen. Die Massen hielten sich zurück und nur sechs Boote gingen hinaus.
die neue Flying Dutchman und die neue Maxum
Karsten hat auf seinem neuen Boot neugierige „Passagiere“ mitnehmen können. Axel (bei dem „Wind“, damit ihm keine Federn wachsen, unter Motor) hatte unter anderem auch den Sportwart an Bord. Daniel und Timo konnten endlich ihren neuen Flying Dutchman in heimischen Gewässern ausprobieren. Volker und Michael hielten auf der Alk dagegen. Als „übliche Verdächtige“ waren natürlich auch Tine auf ihrer Waltzing Matilda und Kerstin und ich auf der Joli Rouge dabei.
Käpt'n, Bugfrollein und Gäste
Da die Kehraus dieses Jahr ohne Zeitnahme, ohne Aufgaben und auch ohne durchweichten Fragebogen keinen Wettkampfcharakter hatte, verlief die Tour „um Hasselwerder und zurück“ friedlich und gemütlich. Keine roten Flaggen, keine engen Manöver. Mario verteilte zwischendurch Geschenke. So gab es bei uns z.B. Müsli an Bord. Als wir nach zwei Stunden Hasselwerder erreichten, sprach der Sportwart offiziell den „Abbruch“ ;-P aus. Es wollte aber keiner zurück. Wir genossen den Nicht-Regen, die „Jungs“ ihr neues Boot, Volkers Stimme hörte man über den See schallen „Wir kämpfen bis zum letzten Meter“, und Tine (dann unter Motor, weil’s bei ihr gar nicht voran ging) wollte auch noch nicht zurück und blieb begleitendes Fahrzeug.
alle vier Segelboote auf einem Foto
Als wir uns dann bis Lindwerder zurück gekämpft hatten, mahnte allerdings die böse Uhr, dass es ja bald Essen gäbe. Wir einigten uns dann gemeinsam aufs Ende, und die beiden Dickschiffe konnten je eine Jolle im Schlepp mit nach Hause nehmen. War schön. Keine Ahnung wie’s derweil im Verein war.
zurück schleppen
Das Essen war dann auch köstlich. Zusätzlich zu Eisbein oder Schnitzel hatte man dies Jahr auch die Wahl Kassler mit Sauerkraut zu essen, und es war wohl hervorragend.
beschlagene Linse zum Essen
Ärgern wir uns also nicht über den fehlenden Wind, sondern freuen wir uns, dass es nicht noch schlimmer war. Unter den Seglern gab es jedenfalls meines Wissens keine Unzufriedenheit.

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fünfte Interne

Am Sonntag war nun also die fünfte interne Wettfahrt dieses Jahres, und die Beteiligung erreichte ein Jahreshoch.
Acht Boote belauerten die Startline vor dem Verein, um drei letzte Runden für dieses Jahr um den Briefkasten zu segeln. Die IF-Boote konnten die besten Starts hinlegen, aber auch die anderen kamen gut weg. Einzig die La Belleza hatte sich in Windabdeckung manövriert und gab das Rennen später auch wegen technischer Probleme auf.
Bei Ostwind konnte der Briefkasten mit einigen Überraschungen aufwarten. Kein Wind war da noch fast die beste Variante. Winddreher machten die Ansteuerung bei jeder Runde zum Lotteriespiel.
In der ersten Runde bildete sich eine Führungsriege aus Fortune, Shalom 2, MaLi und Joli Rouge heraus. Nachdem sich die Shalom 2 durch eine hervorragende erste Rundung des Briefkasten an die Spitze gesetzt hatte, setzte sich die Fortune doch irgendwann durch, dominierte das Feld und kam am Ende mit fast fünf Minuten Vorsprung auf den Zweiten ins Ziel.
Zwischen den drei Verfolgern gab es mehrere Positionswechsel, die, wie im gesamten Feld, teils auch durch die Berufsschifffahrt bedingt waren. Über den Zielstrich kamen sie in der Reihenfolge Joli Rouge, MaLi und Shalom 2.
fünfte Interne
Die nächste Gruppe bestand aus der kürzlich notgetauften Wechselschlüpper, Waltzing Matilda und der Havelpirat. Die Havelpirat musste irgendwann abreissen lassen. Matilda führte die Gruppe am Ende der ersten Runde an, musste die Führung aber abgeben und kam dann zwar immer wieder an die Wechselschlüpper heran aber nicht mehr vorbei.
Alles in Allem war es ein schönes und spannendes Rennen, das wir uns mit so reger Beteiligung öfter auch fürs nächste Jahr wünschen.
Bleibt vorerst die Freude auf die Kehraus, bei der, wie der Sportwart schon verkündete, auch wieder die Motorboote mit einbezogen werden.

die Zahlen (als pdf)

Und wie immer: Dieser Bericht beruht auf den Beobachtungen von Bord der Joli Rouge und wäre nur rein zufällig akkurat.