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und schon ist’s wieder vorbei

Das Ende der Saison fiel jetzt ein bisschen ungünstig für mich. Und so musste ich bei der Kehraus, beim Flaggeneinholen, beim Absegeln und dem Gemeinschaftsarbeitsdienst leider woanders sein als mittendrin und voll dabei. Aber alles davon ist trotzdem passiert, auch wenn es hier jetzt keine (Foto-)Beweise davon gibt.

Na gut, dann werfen wir dieses Jahr eben ein Blick aufs Rausholen und Eintüten.

Ganz besonders aufregend am Ende der Saison, ist es herauszufinden, was man dieses Jahr wieder alles in der kurzen Zeit geschafft hat, auf seinen Kahn zu schleppen. Denn das kommt jetzt natürlich alles wieder runter. Besondere Vorfreude bei den Vollverwertern unter den Fahrtenseglern kommt bestimmt dann auf, wenn man im Kopf den Speiseplan für den Winter aufstellt, und man schon mal im Geiste die Mahlzeiten runterwürgt, die auf See mit klammen Fingern, leerem Magen und schneller Zubereitung eine Wohltat gewesen wären.

Was auch runter muss, ist der Dreck. Dann kann man sich auch nochmal, oder die Schönwettersegler (im Bild) zum ersten Mal, in sein Ölzeug werfen. Wassersport ist nasser Sport! Für viele wird’s hier wahr.

Steht das Boot erstmal auf dem Trailer, kann man ganz zufrieden sein. Durchatmen. Denn es folgen noch Aufbocken, Eintüten (links im Bild) und die ganzen Winterarbeiten (vielleicht nicht in der Reihenfolge). Und dann ist aber gut.

Ach, nee!

Der muss ja auch noch…

4. interne Wettfahrt

Motivation! So muss man das wohl nennen, wenn der erste Segler zwei Stunden vor „Anpfiff“ und ohne einen weiteren Segler auf dem Gelände optimistisch schon mal anfängt die Segel anzuschlagen.

Lassen wir Ihn nicht zu lange warten. Um 17:15 Uhr standen drei Boote an der Startline und begannen entsprechend der Physik ihre Fahrt. DIe Juiced vorneweg, die Rih dahinter und behäbig in Fahrt kommend unsere Fortune. Erstmal in Bewegung waren wir aber schnell an zweiter Stelle und begannen nun unser ehrgeiziges Ziel zu verfolgen.

Von außen mag so eine Yardstick-Wettfahrt mit klar verteilten Positionen langweilig erscheinen, aber an Bord sieht das ganz anders aus. Die J22 mit einem IF-Boot zu jagen ist völlig aussichtslos. Nicht aber der Kampf dagegen, ihr auch nur eine einzige unnötige zusätzliche Sekunde Vorsprung zu schenken. Gewicht zum Bug, Lage nach Lee, ständig die Segel nachstellen. Da wird geackert und optimiert. Ein Kampf mit sich selbst, um den Gegner nicht einfach so ziehen zu lassen. Wo ist Wind? Wo ist keiner? In der ersten Runde findet sich ein Kurs, der uns scheinbar sogar wieder „näher“ an die Juiced heranbringt. In der zweiten Runde hat sich dort der Wind schon wieder geändert. Die Zieleinfahrt ist schon lange geklärt: JuicedFortuneRih.

Noch vor der Verkündung der Ergebnisse die erste Genugtuung für die Crew der Fortune: Längst an Land hat die Juiced-Crew bei unserer Zieleinfahrt gerechnet und Sekunden gezählt. Immerhin haben wir sie nervös gemacht.
Aber es hat heute nichts gebracht. Die Yardstickberechnung bestätigt die Reihenfolge des Zieleinlaufs. Naja, Bratwurst im Brötchen, Staub abklopfen und auf die nächste Gelegenheit warten.

FWSE 2022

Ich habe nicht wirklich eine Statistik geführt, aber bis jetzt habe ich immer mit innerer Überzeugung behaupten können, dass zur Freundschaftswettfahrt Saatwinkler Ecke ein Gewitter dazugehört, und dass ein Ausbleiben desselben nur die Ausnahme ist. Aber mit diesem Jahr sind es wohl doch mehr „Ecken“ ohne Wetterdrama als mit. Soviel vorweg.

Nach zwei Jahren Pause ging der Freundschaftswettfahrtbetrieb also wieder los. Zwei Tage mit zwei Wettfahrten plus Begrüßungsabend und zwei Wochen später dann die Preisverleihung mit Sommerfest. Kein Gewitter, schönes Wetter eigentlich, Startverschiebung am zweiten Tag und guter Wind. War gut, ums mal so zusammenzufassen. Bis auf die Hitzeschlacht während der Startverschiebung dürfte wohl keiner etwas zu meckern gehabt haben. Und wir waren erfolgreich.

Die segeln schnell. Und – so schien es – hatten auch während der Startverschiebung als einzige genug Wind, für ordentlichen Segelspaß. 1. Platz bei den ganz Schnellen.
Wie beim letzten Mal der zweite Platz in der nächsten Gruppe der Yardsticks. Nicht genug? Scheint so! Als Konsequenz wird gleich der Mast optimiert.
Der Claus-Spicale-Gedächtnispreis ging – frisch gestiftet, weil zuletzt dauerhaft von uns abgeräumt – gleich wieder an uns zurück. Da hat sich die Gestaltungsmühe gelohnt. So was hat man doch gerne bei sich rumstehen.

Aber wir wollen auch die tragischen Momente nicht vergessen. Unsere Dampfjolle hat auf dem Weg zur Preisverleihung schlapp gemacht und bot Gelegenheit für Herausforderungen und Kameradschaftlichkeit.
Und nicht jeder gewonnende Preis ist ohne Komplikationen.

Gedrückte Stimmung und lange Gesichter bei der „pünktlich-zum-Freibier-Challenge“.
Gibt’s auf dem Markt einen Adapter „Pinne-auf-Steuerrad“ für die J22?

Dann können wir uns ja aufs nächte Jahr freuen und drücken die Daumen für noch weniger Corona und noch mehr Beteiligung.