Archiv des Autors: Thomas

und schon ist’s wieder vorbei

Das Ende der Saison fiel jetzt ein bisschen ungünstig für mich. Und so musste ich bei der Kehraus, beim Flaggeneinholen, beim Absegeln und dem Gemeinschaftsarbeitsdienst leider woanders sein als mittendrin und voll dabei. Aber alles davon ist trotzdem passiert, auch wenn es hier jetzt keine (Foto-)Beweise davon gibt.

Na gut, dann werfen wir dieses Jahr eben ein Blick aufs Rausholen und Eintüten.

Ganz besonders aufregend am Ende der Saison, ist es herauszufinden, was man dieses Jahr wieder alles in der kurzen Zeit geschafft hat, auf seinen Kahn zu schleppen. Denn das kommt jetzt natürlich alles wieder runter. Besondere Vorfreude bei den Vollverwertern unter den Fahrtenseglern kommt bestimmt dann auf, wenn man im Kopf den Speiseplan für den Winter aufstellt, und man schon mal im Geiste die Mahlzeiten runterwürgt, die auf See mit klammen Fingern, leerem Magen und schneller Zubereitung eine Wohltat gewesen wären.

Was auch runter muss, ist der Dreck. Dann kann man sich auch nochmal, oder die Schönwettersegler (im Bild) zum ersten Mal, in sein Ölzeug werfen. Wassersport ist nasser Sport! Für viele wird’s hier wahr.

Steht das Boot erstmal auf dem Trailer, kann man ganz zufrieden sein. Durchatmen. Denn es folgen noch Aufbocken, Eintüten (links im Bild) und die ganzen Winterarbeiten (vielleicht nicht in der Reihenfolge). Und dann ist aber gut.

Ach, nee!

Der muss ja auch noch…

6. interne Wettfahrt

Die fünfte war ausgefallen, den Ersatztermin ließen wir verstreichen, und so war die sechste Interne auch gleichzeitig die letzte Möglichkeit Punkte für die Vereinsmeisterschaft zu holen. Also gingen sechs Boote an den Start, um mal einen ganz anderen Kurs zu segeln, und um zu zeigen, dass auch eine J22 zu schlagen ist. Start war vorm Verein, dann zur Fähre, zurück und um den Großen Wall. Davon zwei Runden und gegen den Wind ins Ziel vorm Verein.

Der Wind (oder wie er plötzlich ausblieb) sorgte für maximale Spannung am Start. Die MaLi machte den Fauxpas vom letzten Start wett und war das einzige Boot an der Startlinie und in Bewegung. Zuvor sorgte nämlich noch die Berufsschifffahrt für die Spaltung des Feldes. Die anderen Boote nahe der Linie standen in der Flaute während Havelpirat und Razzle Dazzle zwar in Fahrt waren, aber eben trotzdem keinen guten Start erwischten. Die Fortune, der Windseite noch am nächsten, konnte so auch endlich mal ein paar Meter (oder so ähnlich) an der Juiced „vorbeiziehen“. Dann folgte die Shalom 2 und eben die beiden „Spätstarter“.

So sah es am Start aus. Und dann kam wieder Wind auf. Die Juiced segelte von dannen, die Fortune ließ die MaLi hinter sich, und es schien sich eine Reihenfolge herauszukristallisieren. Aber hinter dem Großen Wall erschien plötzlich die Shalom 2 statt der MaLi an dritter Stelle und dann die Havelpirat. Die MaLi hatte offenbar auf dem Weg zwischen Fähre und Verein ein hübsches Fleckchen Land zum Kauf erblickt und zugeschlagen.

Nach einer weiteren Runde liefen ins Ziel (und das war auch das endgültige Ergebnis): Juiced, Fortune, Shalom 2, Havelpirat, MaLi und Razzle Dazzle. Danach: Würstchen, Erfrischung, Podium und Ausklingen. War ein schöner „letzter Spieltag“.

Podium