6. interne Wettfahrt

Die fünfte war ausgefallen, den Ersatztermin ließen wir verstreichen, und so war die sechste Interne auch gleichzeitig die letzte Möglichkeit Punkte für die Vereinsmeisterschaft zu holen. Also gingen sechs Boote an den Start, um mal einen ganz anderen Kurs zu segeln, und um zu zeigen, dass auch eine J22 zu schlagen ist. Start war vorm Verein, dann zur Fähre, zurück und um den Großen Wall. Davon zwei Runden und gegen den Wind ins Ziel vorm Verein.

Der Wind (oder wie er plötzlich ausblieb) sorgte für maximale Spannung am Start. Die MaLi machte den Fauxpas vom letzten Start wett und war das einzige Boot an der Startlinie und in Bewegung. Zuvor sorgte nämlich noch die Berufsschifffahrt für die Spaltung des Feldes. Die anderen Boote nahe der Linie standen in der Flaute während Havelpirat und Razzle Dazzle zwar in Fahrt waren, aber eben trotzdem keinen guten Start erwischten. Die Fortune, der Windseite noch am nächsten, konnte so auch endlich mal ein paar Meter (oder so ähnlich) an der Juiced „vorbeiziehen“. Dann folgte die Shalom 2 und eben die beiden „Spätstarter“.

So sah es am Start aus. Und dann kam wieder Wind auf. Die Juiced segelte von dannen, die Fortune ließ die MaLi hinter sich, und es schien sich eine Reihenfolge herauszukristallisieren. Aber hinter dem Großen Wall erschien plötzlich die Shalom 2 statt der MaLi an dritter Stelle und dann die Havelpirat. Die MaLi hatte offenbar auf dem Weg zwischen Fähre und Verein ein hübsches Fleckchen Land zum Kauf erblickt und zugeschlagen.

Nach einer weiteren Runde liefen ins Ziel (und das war auch das endgültige Ergebnis): Juiced, Fortune, Shalom 2, Havelpirat, MaLi und Razzle Dazzle. Danach: Würstchen, Erfrischung, Podium und Ausklingen. War ein schöner „letzter Spieltag“.

Podium

4. interne Wettfahrt

Motivation! So muss man das wohl nennen, wenn der erste Segler zwei Stunden vor „Anpfiff“ und ohne einen weiteren Segler auf dem Gelände optimistisch schon mal anfängt die Segel anzuschlagen.

Lassen wir Ihn nicht zu lange warten. Um 17:15 Uhr standen drei Boote an der Startline und begannen entsprechend der Physik ihre Fahrt. DIe Juiced vorneweg, die Rih dahinter und behäbig in Fahrt kommend unsere Fortune. Erstmal in Bewegung waren wir aber schnell an zweiter Stelle und begannen nun unser ehrgeiziges Ziel zu verfolgen.

Von außen mag so eine Yardstick-Wettfahrt mit klar verteilten Positionen langweilig erscheinen, aber an Bord sieht das ganz anders aus. Die J22 mit einem IF-Boot zu jagen ist völlig aussichtslos. Nicht aber der Kampf dagegen, ihr auch nur eine einzige unnötige zusätzliche Sekunde Vorsprung zu schenken. Gewicht zum Bug, Lage nach Lee, ständig die Segel nachstellen. Da wird geackert und optimiert. Ein Kampf mit sich selbst, um den Gegner nicht einfach so ziehen zu lassen. Wo ist Wind? Wo ist keiner? In der ersten Runde findet sich ein Kurs, der uns scheinbar sogar wieder „näher“ an die Juiced heranbringt. In der zweiten Runde hat sich dort der Wind schon wieder geändert. Die Zieleinfahrt ist schon lange geklärt: JuicedFortuneRih.

Noch vor der Verkündung der Ergebnisse die erste Genugtuung für die Crew der Fortune: Längst an Land hat die Juiced-Crew bei unserer Zieleinfahrt gerechnet und Sekunden gezählt. Immerhin haben wir sie nervös gemacht.
Aber es hat heute nichts gebracht. Die Yardstickberechnung bestätigt die Reihenfolge des Zieleinlaufs. Naja, Bratwurst im Brötchen, Staub abklopfen und auf die nächste Gelegenheit warten.