Archiv der Kategorie: Regatta

3. interne Wettfahrt

Fehlt da nicht eine dazwischen? Was verpasst? Vermutlich schon. Ich allerdings auch. Wegen meiner Abwesenheit bei der zweiten Internen konnte ich natürlich nichts darüber berichten. Das Ergebnis steht allerdings längst an der bekannten Stelle auf unserer Seite.

Nun also die Dritte. Fünf Boote gingen an den Start. Vier kamen durch.
Die MaLi, die sich sonst bei jedem Start durch ihr Können hervortut, ließ sich – wovon auch immer – schon kurz vor Ablauf des Countdowns über die Linie drücken und musste also wieder zurück. Das bedeutete eine endlose Aufholjagd, die leider von nicht viel Erfolg gekrönt war. La Serenissima (unter neuer Besegelung bei ihrer ersten Regatta) konnte noch kein Wettkampfgeschick vorweisen und segelte die drei Runden um den Briefkasten auch nicht zu Ende. Schade natürlich um die Meisterschaftspunkte die garantiert etwas am Ende des Jahres gebracht hätten. Das bedeutete für MaLi am Ende den vierten Platz, den sie auch schon vorm Ausscheiden der La Serenissima inne hatte.
Zwischen Joker und Fortune entwickelte sich da schon mehr Spannung. Eigentlich sah es am Anfang der letzten Runde ganz gut für die Fortune aus, aber man sollte die Rechnung nicht ohne die Winddreher am Briefkasten machen. Während sich das IF-Boot auf umständlichem Weg zur Wendemarkte quälte, konnte das Folkeboot mal eben mit direktem Kurs runden und ärgerte fortan mit einem Bug-an-Bug-Rennen die Fortune bis ins Ziel. Zwar war die Joker dann eine Sekunde hinten, aber wegen der Yardstick-Rechnerei hätte sich die Crew der Fortune auf dem letzten Schlag auch einfach zurücklehnen können. Die der Joker wahrscheinlich auch. Fortune: dritter Platz. Joker: zweiter Platz. Hat aber Spaß gemacht.
Macht das Segeln auf einer J22 Spaß? Das wollen wir mal hoffen. Ansonsten waren das bestimmt (wie üblich, muss man bald sagen) langweilige zweiundsechzigeinhalb Minuten ungefährdeter Sieg für die Juiced. Glückwunsch!

FWSE 2022

Ich habe nicht wirklich eine Statistik geführt, aber bis jetzt habe ich immer mit innerer Überzeugung behaupten können, dass zur Freundschaftswettfahrt Saatwinkler Ecke ein Gewitter dazugehört, und dass ein Ausbleiben desselben nur die Ausnahme ist. Aber mit diesem Jahr sind es wohl doch mehr „Ecken“ ohne Wetterdrama als mit. Soviel vorweg.

Nach zwei Jahren Pause ging der Freundschaftswettfahrtbetrieb also wieder los. Zwei Tage mit zwei Wettfahrten plus Begrüßungsabend und zwei Wochen später dann die Preisverleihung mit Sommerfest. Kein Gewitter, schönes Wetter eigentlich, Startverschiebung am zweiten Tag und guter Wind. War gut, ums mal so zusammenzufassen. Bis auf die Hitzeschlacht während der Startverschiebung dürfte wohl keiner etwas zu meckern gehabt haben. Und wir waren erfolgreich.

Die segeln schnell. Und – so schien es – hatten auch während der Startverschiebung als einzige genug Wind, für ordentlichen Segelspaß. 1. Platz bei den ganz Schnellen.
Wie beim letzten Mal der zweite Platz in der nächsten Gruppe der Yardsticks. Nicht genug? Scheint so! Als Konsequenz wird gleich der Mast optimiert.
Der Claus-Spicale-Gedächtnispreis ging – frisch gestiftet, weil zuletzt dauerhaft von uns abgeräumt – gleich wieder an uns zurück. Da hat sich die Gestaltungsmühe gelohnt. So was hat man doch gerne bei sich rumstehen.

Aber wir wollen auch die tragischen Momente nicht vergessen. Unsere Dampfjolle hat auf dem Weg zur Preisverleihung schlapp gemacht und bot Gelegenheit für Herausforderungen und Kameradschaftlichkeit.
Und nicht jeder gewonnende Preis ist ohne Komplikationen.

Gedrückte Stimmung und lange Gesichter bei der „pünktlich-zum-Freibier-Challenge“.
Gibt’s auf dem Markt einen Adapter „Pinne-auf-Steuerrad“ für die J22?

Dann können wir uns ja aufs nächte Jahr freuen und drücken die Daumen für noch weniger Corona und noch mehr Beteiligung.

1. interne Wettfahrt

Die erste Club-Regatta im Jahr ist immer ein Highlight und Barometer für die Lust der Mitglieder. Denn während später im Jahr meistens ohnehin Mitglieder auf dem Gelände sind, ist es bei der ersten Internen doch oft so, dass sonst keiner da wäre. Und im letzten Jahr war (natürlich auch wegen Corona) fast keiner da. Aber dieses Jahr ist’s wieder besser. Fünf Boote gingen an den Start, und es gab auch Zuschauer und viele Helfer.

In Vertretung für Mario nahm sich Daniel dieses Rennens an. Der Kurs wurde besprochen (3x Briefkasten), die Verkürzungsflaggen gezeigt, Uhren organisiert, die Aufgaben an die Mitglieder des Regattakommitees verteilt und dann ging’s auch schon aufs Wasser.

An der Startlinie belauerten sich alle Boote und warteten auf das Startsignal. FORTUNE und HAVELPIRAT blieben ein bisschen zurück während JUICED, MALI und RIH erstmal davonsegeln wollten. Ein Extra-Schlag von MALI wegen eines Dampfers gab FORTUNE die Gelegenheit vorbei zu kommen. JUICED schien ihren eigenen Wind zu haben und gab sich während des gesamten Rennens keine Blöße. Die FORTUNE arbeitete sich an die RIH heran und schien auch gar nicht auf deren Schirm gewesen zu sein, so dass es fast noch zu einer Kollision kam. Beim Runden des Briefkastens kam – nachdem JUICED schon lange weg war – als nächstes die FORTUNE, dann die RIH. MALI und HAVELPIRAT hatten sich an dem Punkt auch wieder ins Spiel gebracht und lagen kurz dahinter. Der Rückweg war lang und beschwerlich. War der Wind bis jetzt schon eher verhalten, begann nun das Warten und Suchen. Die FORTUNE konnte sich hier absetzen, während sich der Rest des Feldes auf dem Heimweg beharkte. Zieleinlauf nach einer Runde: JUICED, FORTUNE, MALI, RIH und HAVELPIRAT. Durch die Yardstickberechnung tauschen RIH und HAVELPIRAT die Plätze.

Unnützes am Rande: Wenn sich weit über 100 Jahre Erfahrung zusammen auf einem Boot befinden, kommt man in einer guten Stunde Regattasegeln mit nur einem Satz aus: Hasste den Dampfer gesehen?