Archiv der Kategorie: Vereinsleben

fünfte Interne

Als eine wunderbare Entwicklung in diesem Jahr, muss eindeutig die Bereitschaft zur Teilnahme an den internen Regatten genannt werden. Zwar fielen leider zwei Wettfahrten aus, aber selbst an diesem regnerischen bzw. windlosen Tag standen viele Mitglieder bereit, den Kampf um die interne Meisterschaft anzutreten. So auch zur letzten Internen in diesem Jahr. Acht Boote waren am Start, und ich hoffe, dass ich aus der Distanz von drei Monaten noch einigermaßen korrekt berichte.

Der Wind wehte und machte die Segler für die drei Runden um den Briefkasten zuversichtlich. Der Sportwart war verhindert und wurde kurzerhand durch den Hafenwart und seine freiwilligen Helfer ersetzt.
Am Start gab es das übliche Gewimmel aus dem die Alk als Sieger hervorging und mit einigem Abstand vor den anderen segelte. Es folgten MaLi, Joker und Shalom 2, dahinter Séeparée und Ecstasy, dahinter wiederum Joli Rouge und Merlin. Nachdem die Ecstasy mit einem Kanu „aneinander geriet“ und die Joli ein bisschen aufholen konnte, bildete sich daraus zusammen mit der Séeparée eine Dreiergruppe. Die Ecstasy, mal vorn mal hinten, wählte immer ihren eigenen Kurs, konnte sich aber nicht trennen. Im vorderen Feld schien die Alk uneinholbar, während die nächsten drei einigermaßen zusammenblieben (war schlecht zu erkennen von hinten). Die Merlin blieb zurück und fuhr ihr eigenes Rennen.
Fuhr die Alk einem sicheren Sieg entgegen? Nein. Auf einmal sah man die Joker direkt hintendran. Auf dem letzten Schlag vollstreckte sie und holte sich den Sieg mit 12 Sekunden Vorsprung. Die MaLi manövrierte sich am letzten Briefkasten in den Windschatten der Insel, stand wie festgewachsen und musste bis auf Merlin alle passieren lassen. Ecstasy konnte sich ein bisschen von ihrer Gruppe trennen, holte zur Shalom 2 auf und fuhr 17 Sekunden nach ihr über die Ziellinie. Zwischen Séeparée und Joli gab es einen nicht enden wollenden Zweikampf. Vor dem Wind spendeten die riesigen Segel der Great Dane soviel Windschatten, dass die Ixylon nicht davon kam. Und auf dem restlichen Kurs, hatte mal die eine mal der andere den Vorteil auf seiner Seite. Am Ende fuhr die Joli drei Sekunden vor der Séeparée über die Linie. Zweieinhalb Minuten später hat auch MaLi mit neuem Wind ins Ziel gefunden und auch die Merlin überquerte noch vor kompletter Abendflaute die Ziellinie.

Gefeiert wurde mit Würstchen frisch vom Grill dann die „Line Of Honours“, da es an diesem Abend keine Yardstick-Berechnung gab. Und das ist doch auch mal schön, insbesondere, weil es auf diesem Kurs nach übereinstimmender Meinung sowieso keine Yardstick-Gerechtigkeit gibt.

Dann sei noch schnell erwähnt, dass ich zwar noch irgendwo ein oder zwei Fotos haben müsste, die ich gerade nicht suche, aber bestimmt noch finden werde. Und dann hatte ich ja schon Yardstick-Ergebnisse und die Gesamttabelle veröffentlicht. Claus hat mich darauf hingewiesen, dass ich falsch gerechnet habe, weshalb ich die Ergebnisse auf die gesegelte Zeit beschnitten und das Meisterschaftsergebnis ganz gelöscht habe. Nun muss ich erstmal den Sportwart um die offiziellen Ergebnisse bitten.

Schluss mit Lustig

Das Bezirksamt Spandau Abt. Bauen, Planen, Umweltschutz und Wirtschaftsförderung Umwelt- und Naturschutzamt hat offenbar kein Herz für Segler und Wassersportler. Jedenfalls nicht, wenn sie nicht abends nach Hause gehen, nicht ihre Batterien nur unterwegs laden etc. Und im Winter gibt’s schon überhaupt mal keinen Wassersport. Außer natürlich in Booten, die ständig an Land untergebracht sind und sich dadurch für den Gebrauch anbieten.

ein Artikel auf der Yacht-Homepage (mit Link zum SpYC)
der Brief des BA an den SpYC (Link führt zum SpYC)

Dann werden in Zukunft die Berliner Gewässer wohl mit ankernden Sportbooten, die ihren Motor zwecks Batterieladung laufen lassen, übersät sein. Oder steht da ein Verbot in der BinSchStrO?

Sommerfest

Dieses Jahr wurde unser Verein 65 Jahre alt. Das sollte sich auch auf dem Sommerfest widerspiegeln. Also hat der Vergnüngungsausschuss mal richtig aufgedreht und überhaupt keine Mühen und Arbeit gescheut, um ein unglaubliches Spektakel auf die Füße zu stellen. Und das bedeutete, dass man sich Gemütlichkeit, Essen und Trinken erstmal verdienen musste. Nach einem ausgeklügelten System wurden Dreiermannschaften zusammengestellt, die sich sportlichen Wettkämpfen, Geschick erfordernden Herausforderungen und intellektuellen Problemen stellen mussten. Unsere Gäste wurden zwangsverpflichtet die „Fahrgeschäfte“ zu führen und das Treiben konnte seinen Lauf nehmen.

Da wurden Pfeile geworfen,
Sommerfest 2016

Büchsen nach dem Gleichgewicht getrachtet,
Sommerfest 2016

Kichererbsen gespuckt,
Sommerfest 2016

Optis gewriggt,
Sommerfest 2016

gepuzzelt und
Sommerfest 2016

gerechnet,
Sommerfest 2016

…was auch immer…,
Sommerfest 2016

mit wasserdichtem Schuhwerk geworfen,
Sommerfest 2016

noch mehr Pfeile geworfen,
Sommerfest 2016

und außerdem in Form eines Quizzes Vereinswissen abgefragt.

Am Ende gab es Sieger, Verlierer, Essen, Trinken und Gemütlichkeit. Und weil es so toll war, bedanken wir uns nochmal beim Vergnügungsausschuss (Kerstin, Axel und Dana, die auch fleißig mitgeholfen und fotografiert hat) für die Organisation und die Ideen, Hannelore fürs Fass Bier, dem Verein für die übrige Verkostung, den Gästen für die tatkräftige Unterstützung an den Ständen und auch allen anderen Helfern.

Ach, und falls es schon wieder jemand vergessen hat: So seh’n Sieger aus…
Sommerfest 2016