Archiv der Kategorie: Fotos

erste Interne 2016

Sechs Boote starteten bei ordentlich Wind zur ersten internen Wettfahrt der noch jungen Saison. Und spannend war es bis zum Schluss.
Der Kurs sollte uns dreimal um Lindwerder führen, aber schon beim Start rechneten alle mit einer Bahnverkürzung, da zu unseren abendlichen Regatten für gewöhnlich der Wind einschläft, und man selten wirklich schnell durch die Scharfenberger Enge kommt. So natürlich auch dieses mal.

Joli schleicht sich an

Die MaLi legte einen gewohnt guten Start hin, aber auch alle anderen kamen gut weg und wählten gute Kurse, um in die erste Runde zu gehen. MaLi, Alk und Joli Rouge setzen sich nach und nach ab und boten sich einen „erbitterten“ Kampf um die Spitze. Führungswechsel inklusive. In der Enge blieb Joli zurück und konnte erst auf dem Rückweg zum Verein vor dem Wind wieder Anschluss finden. Tatsächlich ging sie dann knapp als erste in die zweite Runde.
Bahnverkürzung. Nur noch „Briefkasten“ und zurück.
Das führende Feld blieb zusammen. Waltzing Matilda fuhr einhand gesegelt ein einsames Rennen auf Platz 4. Merlin gab in der ersten Runde wegen eines Bruchs am Vorsegel auf. Die Flying Dutchman hatte Probleme mit dem Schwert und segelte nur noch zum Spaß, aber eben nicht den abgesteckten Kurs.
Am Ende blieb es denkbar knapp. Alk kam als erstes über die Zielline. Joli hatte sich auf dem letzten Schlag für einen kürzeren aber windabgedeckten Kurs entschieden und kam knapp dahinter ins Ziel dicht gefolgt von MaLi. Matilda war Platz vier sicher.

als erste durchs Ziel: Alk
Mit Yardstick-Tabelle schöngerechnet rutscht die Alk leider auf den dritten Platz ab, aber die restliche Reihenfolge bleibt erhalten.

Die Plicht ruft!

Winter

Lange genug haben wir uns mit dem Anblick erstarrten Wassers, blasser Farben und öder Vegetation gequält. Schluss mit Tristess, Dunkelheit, Apathie, Winterschlaf und Frühjahrsmüdigkeit!

Schon längst hatten wir unser offizielles Ansegeln. Da der 1. Vorsitzende mit seinen Jungs wegen der Prüfung zum SBF See (Herzlichen Glückwunsch Euch Dreien!) verhindert war, übernahm der 2. Vorsitzende die Rede. Dabei wurden unter anderem nochmal die diversen neuen Boote im Verein willkommen geheißen. Und dann hiess es auch schon „Heisst Flaggen und Stander!“

Heisst Flaggen und Stander!

Die anschließende Ansegelfeier beim TSC war gut besucht und hatte alles zu bieten, was der feierfreudige Segler sich wünscht.

Ansegelfeier beim TSC

Beim Gemeinschaftarbeitsdienst am letzten Wochenende haben wir auch schon das gesamte Gelände auf den Kopf gestellt, ausgeschüttelt und wieder ordentlich verlegt. Alles ist picobello. Was fehlt ist ein ordentlicher Frühling mit wärmenden Sonnenschein, besetzte Bänke auf der Insel, ein- und auslaufende Boote und eben der wahre Beginn unserer Saison 2016.
Also: Die Plicht ruft! Wenn der Frühling nicht kommt, müssen wir ihn eben holen.

Kojencharter auf den Kanaren

Liebe Sportkameraden,
mit diesem kurzen Bericht, möchte ich euch an meinem Segeltörn auf den Kanaren teilhaben lassen.

Mit der Novello Bliss, eine Oceanis 473, sind wir von Teneriffa aus nach La Gomera gestartet. Die Überfahrt war sehr spannend, denn kaum waren wir aus dem Windschatten von Teneriffa raus, mussten wir an die Segel und reffen. Die Überfahrt war mit 8 Bft. rau aber schön. Da hat man sich sein Anlegerbier am Ende redlich verdient.

Marina La Gomera

Am kommenden Tag ging es etwas sachter zu: Ein Stück um La Gomera herum zu einer gemütlichen Ankerbucht. Hier konnte man mit Flossen, Schnorchel und Maske bewaffnet eine grandiose Unterwasserwelt bewundern.
Die nächste Überfahrt ging nach La Palma. Gegen den Nordost-Passat hart am Wind war auch diese Fahrt rau mit Wellen von bis zu 3 m.

gegen die Welle

Der Hafen von La Palma war recht aufregend, da er keinen wirklichen Schutz gegen den Schwell bot, und man sich auch somit des nachts auf dem Boot wie auf hoher See fühlte. Für mich Seeratte ein regelrechtes Vergnügen. Ich mochte das Geschaukel.

Oceanis 473

Auf La Palma haben wir einen Hafentag eingelegt, und die Crew wollte mit dem Bus auf die andere Seite der Insel, in die Sonne zum Baden, fahren. Das war die Gelegenheit für Alex und mich, uns etwas von den anderen abseilen zu können, und somit haben wir uns ein Auto gemietet und die Insel damit erkundet. Bis zum höchsten Punkt der Insel auf 2421m sind wir gekommen, konnten die dortige Sternwarte (die größte ihrer Art weltweit) besichtigen und von dort bis nach Teneriffa zurück blicken. Die Straße bestand ausschließlich aus Serpentinen, einige davon sehr sehr eng.
Der nächste Tag brachte uns nach La Gomera zurück. Immer wieder wurden wir auf den Fahrten von Walen und Delphinen begleitet. Ein wunderschönes Spektakel.

Delfine
Delfine

Auf der Tour von La Gomera zurück nach Teneriffa, ist uns dann gleich nach der Hafenausfahrt und wenigen Seemeilen der Wind ausgegangen. Somit mussten wir zwar motoren, aber in der Sonne im T-Shirt ließ es sich gut aushalten. Genug Zeit um Salat für die Mannschaft zu zubereiten.
Insgesamt sind wir 170 sm gesegelt. Es ist ein spannendes Gefühl so ein großes (fast 15m langes) Schiff zu steuern. Insgesamt bietet die Novello Bliss 120qm Segelfläche, die gebändigt (oder gerefft) werden wollen. Auf La Gomera hatte ich die Möglichkeit das Schiff in den Hafen und an die Kaimauer zu manövrieren und musste dabei feststellen, dass das nicht viel anders ist, als meine Matilda sicher anzulegen. Da sind sie dann doch alle wieder mehr oder weniger gleich.
Nebst segeln hatten wir oft die Möglichkeit morgens in den Atlantik zu springen zum Schwimmen und Tauchen. 18 Grad Wassertemperatur sind zwar eine kleine Überwindung, aber einmal drin auch eine schöne neue Welt. Die Crew aus vollkommen zusammen gewürfelten Menschen hat sich gut zusammen gefunden und schön miteinander agiert bei allen Segelmanövern. Das Segeln auf dem Atlantik war für mich eine aufregende, neue Erfahrung.
Die Segelsaison ist eröffnet. :-)

Tine