{"id":871,"date":"2017-07-17T11:31:30","date_gmt":"2017-07-17T09:31:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psv-wsa.de\/psv-blog\/?p=871"},"modified":"2017-07-17T11:33:21","modified_gmt":"2017-07-17T09:33:21","slug":"ustka","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psv-wsa.de\/psv-blog\/?p=871","title":{"rendered":"Ustka"},"content":{"rendered":"<p><a title=\"Tines Ustka-Trip\" href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/129226833@N07\/35588766120\/\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4306\/35588766120_1e375c8c28_b.jpg\" alt=\"Tines Ustka-Trip\" width=\"750\" \/><\/a><\/p>\n<p>Martina hat auf ihrem Weg nach Danzig die Reihe der Motorsch\u00e4den in der PSV-WSA fortgef\u00fchrt, Gastfreundschaft in Ustka erfahren, sich retten lassen und ihre erste Nachtfahrt unter eigenem Kommando auf der Ostsee gewagt. Das kann man wohl guten Gewissens als Abenteuerurlaub verbuchen. Und sie war so nett, uns einen kompletten Bericht dieser Erfahrung zu schreiben. <!--more hier geht's zu ihrem kompletten Bericht--><br \/>\nIhr Bericht:<\/p>\n<p>Liebe Sportkameraden,<\/p>\n<p>wie ihr wisst, hatte ich in diesem Jahr ziemlich viel Pech in meinem Urlaub. Mein eigentliches Ziel war Danzig gewesen, was ich aber leider nicht erreicht habe. Ich bin nur bis nach Ustka gekommen. Schuld an meinem ungewollt langen Aufenthalt in Ustka war ein Maschinenschaden, der nur durch den Einbau eines neuen Motors behoben werden konnte. Zwei Wochen an Zeit hat mich dieser Schaden (abgesehen von den \u20acuros) gekostet. &#8211; Ich bin den Leuten aus Ustka ob ihrer grandiosen Hilfe und Freundlichkeit sehr dankbar; ich habe mich in ihrer Mitte stets aufgehoben und willkommen gef\u00fchlt. Meine Dankbarkeit versuche ich nun, wieder zur\u00fcck in Berlin, Ausdruck zu verleihen, in dem ich ihren Stadt-Stander (den hatte mir der Hafenmeister geschenkt) den Rest der Saison \u00fcber im Topp unter der Saling weiter f\u00fchre.<\/p>\n<p><a title=\"Tines Ustka-Trip\" href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/129226833@N07\/35807305712\/\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4292\/35807305712_0b6cc43087_b.jpg\" alt=\"Tines Ustka-Trip\" width=\"645\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach dem Austausch des Motors hat die Zeit leider nicht mehr dazu gereicht, mein Ziel Danzig zu erreichen. Und so bin ich die Heimfahrt angetreten. &#8211; Eine Seestrecke folgte von Darlowo nach Kolobrzeg (Kolberg), die mir sehr viel abverlangt hat. Da der Wind aus Westen kam, der Richtung, in die ich wollte, sah mein Plan vor dorthin zu motoren. Ich bin bei Windstille gestartet, 30sm ma\u00df die Strecke. Die Wettervorhersage sah eine Windzunahme ab nachmittags mit Starkwind am Abend vor. Wind und Wetter w\u00e4ren f\u00fcr mich eigentlich gar kein Problem gewesen, denn zu der Zeit des angek\u00fcndigten Starkwindes w\u00e4re ich eigentlich schon l\u00e4ngst sicher im Hafen von Kolobrzeg gewesen. &#8211; Eigentlich&#8230; Aber aus unerkl\u00e4rlichen Gr\u00fcnden ging etwa 5sm vor der Hafeneinfahrt pl\u00f6tzlich der Motor aus (sp\u00e4tere Vermutungen zu diesem Vorfall waren entweder treibender Unrat, der in die Schraube geraten ist, oder im Tank aufgesch\u00e4umter Diesel). Somit trieb <em>Matilda<\/em> erstmal man\u00f6vrierunf\u00e4hig Richtung K\u00fcste. Startversuche der Maschine erzielten keinen Erfolg. Gl\u00fccklicherweise war das Vorsegel angeschlagen, welches ich dann setzen und von der K\u00fcste aus der werdenden Legerwallsituation wegsegeln konnte. Alleine war es mir nicht m\u00f6glich das Gro\u00dfsegel zu setzen (die Persenning war drauf und nichts fertig angeschlagen) und durch die Welle h\u00e4tte dies eine gef\u00e4hrliche Situation f\u00fcr mich werden k\u00f6nnen, wenn ich vom Deck (wenn auch am Lifebelt gesichert) gefallen w\u00e4re. Zudem musste auch das Ruder weiter besetzt sein. Der Autopilot half in dieser Situation leider wenig. Somit entschloss ich mich dazu, die Seenotrettung zu alarmieren. Kreuzen bei Wind, Welle und dem daraus entstehenden Strom nur mit der Fock war unm\u00f6glich. Die Seenotretter waren nach etwa 30Min. bei mir. Nebst dem Seenotkreuzer und dessen Tochterboot war auf einmal auch die K\u00fcstenwache um mich herum. Die SAR schon in der Ferne zu ersp\u00e4hen, war so ein befreiendes und erleichterndes Gef\u00fchl!! Mittlerweile waren es 6 Bft. und die Welle zu hoch, als dass mich der Seenotkreuzer in den Hafen h\u00e4tte schleppen k\u00f6nnen. Somit wurde mir einer der Seenotretter \u00fcbergesetzt. Gemeinsam konnten wir dann das Gro\u00dfsegel setzen und es ging auf der Kreuz Richtung Kolobrzeg. Dann bei 7 Bft. und ordentlich \u00fcberkommender See. Aber wir sind gut in den Hafen hineingekommen, <em>Matilda<\/em> kann ordentlich was wegstecken!! In der Hafeneinfahrt wartete das Rettungsboot, welches uns in den Yachthafen hineinman\u00f6vrierte. &#8211; Das alles war ein ziemlich gro\u00dfer Schock f\u00fcr mich gewesen. Soviel Abenteuer in einem Urlaub habe ich mir nicht tr\u00e4umen lassen&#8230;<\/p>\n<p><a title=\"Tines Ustka-Trip\" href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/129226833@N07\/35807301332\/\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4297\/35807301332_67acfbd41c_b.jpg\" alt=\"Tines Ustka-Trip\" width=\"563\" \/><\/a><\/p>\n<p><a title=\"Tines Ustka-Trip\" href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/129226833@N07\/35807303062\/\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4303\/35807303062_081de9c72b_b.jpg\" alt=\"Tines Ustka-Trip\" width=\"1000\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Seenotretter waren nach wie vor sehr hilfsbereit, einer ihrer Mechaniker hat sich den Motor besehen (Filter), hat aber keinen Defekt finden k\u00f6nnen. Und nach weiteren Startversuchen im Hafen sprang er dann unter viel Qualmerei mit einem mal wieder an. Und seit diesem Vorfall l\u00e4uft er auch ohne weitere Probleme tadellos.<\/p>\n<p>Wenngleich der Schock zun\u00e4chst tief sa\u00df, ging es ein paar Tage sp\u00e4ter wieder raus auf See: Weiter gen Heimat. Das ist auch das einzig Richtige, was man nach einem solchen Erlebnis machen kann. Mit Sabs als Crew ging es 88sm in einem Rutsch von Kolobrzeg nach M\u00f6nkebude. Wir konnten die Nachtfahrt bei moderaten 4 Bft. Ostwind genie\u00dfen. Die n\u00e4chtliche Ansteuerung um 1:30h in der Fr\u00fch nach Swinem\u00fcnde war spannend, sch\u00f6n und problemlos. So auch die letzte Fahrt von M\u00f6nkebude nach Stettin. Wir hatten es auch geschafft, noch vor dem Regen in Stettin anzukommen.<\/p>\n<p><a title=\"Tines Ustka-Trip\" href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/129226833@N07\/35167732293\/\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4305\/35167732293_ce11b39715_b.jpg\" alt=\"Tines Ustka-Trip\" width=\"749\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und das Fazit meines Berichts: Geht blo\u00df nicht auf See; viel zu gef\u00e4hrlich! &#8211; Das ist nat\u00fcrlich nur ein Spa\u00df!! Denn als Fazit m\u00f6chte ich vielmehr jeden mit auf den Weg geben, auf jeden Fall sich auf See zu wagen. Die positiven Eindr\u00fccke und sch\u00f6nen Momente (segeln in die Nacht oder am fr\u00fchen Morgen, die Begegnungen mit anderen Seglern und Einheimischen, die positive Herausforderung auf See) \u00fcberwiegen allemal!!! Und f\u00fcr eine ungeahnte Notsituationen gibt es die SAR, die die K\u00fcste sehr gut \u00fcberwacht und zur Hilfe eilt!! Vielen Dank an alle Seenotretter!! Ich war so gl\u00fccklich dar\u00fcber, euch in meiner Notsituation bei mir zu haben!<\/p>\n<p>Die Seenotretter haben ihren Einsatz bei <em>Matilda<\/em> und mir fotografiert, daher kommen ein Teil der hier eingestellten Fotos.<\/p>\n<p><em>Martina<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Martina hat auf ihrem Weg nach Danzig die Reihe der Motorsch\u00e4den in der PSV-WSA fortgef\u00fchrt, Gastfreundschaft in Ustka erfahren, sich retten lassen und ihre erste Nachtfahrt unter eigenem Kommando auf der Ostsee gewagt. Das kann man wohl guten Gewissens als Abenteuerurlaub verbuchen. Und sie war so nett, uns einen kompletten Bericht dieser Erfahrung zu schreiben.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[49],"tags":[71,48,72],"class_list":["post-871","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aus-der-ferne","tag-seenotretter","tag-urlaub","tag-ustka"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.psv-wsa.de\/psv-blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/871","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.psv-wsa.de\/psv-blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.psv-wsa.de\/psv-blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psv-wsa.de\/psv-blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psv-wsa.de\/psv-blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=871"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.psv-wsa.de\/psv-blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/871\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":878,"href":"https:\/\/www.psv-wsa.de\/psv-blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/871\/revisions\/878"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.psv-wsa.de\/psv-blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=871"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psv-wsa.de\/psv-blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=871"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psv-wsa.de\/psv-blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=871"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}